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 Aktuelle Berichte

Sein Manuskript

wird er wohl aktualisieren müssen, wenn er am 15. November nach Flein kommt – der Amazonasexperte Dr. Rainer Putz vom Regenwaldinstitut in Freiburg.
Was hat sich nicht alles ereignet, seit er anfangs des Jahres in Brasilien war: Die katastrophalen Waldbrände sind täglich in den Medien, und ihre Ausmaße sind niederschmetternd! 80.000 (!) Brände in Brasilien, davon mehr als die Hälfte im Amazonasgebiet, der „Grünen Lunge“ der Erde. Jetzt macht der Staatspräsident auch die indigenen Völker (davon gibt es etwa 390) für die Brände mitverantwortlich (Deutschlandfunk 28. 08. 19).
Dazu wird Dr. Putz viel sagen können, sind seine Projektpartner doch die Ureinwohner (ihre Produkte werden über den „Regenwaldladen“ vermarktet).

Der Grüne Knopf

wird die Bedingungen in den Zulieferfabriken (der Textilindustrie) verbessern, da ist unser Entwicklungsminister optimistisch.
Das neue (staatliche) Siegel soll garantieren, dass die Waren eine „höhere ökologische und soziale Qualität“ haben. „Selbst wenn man den Lohn einer Näherin verdreifacht, müsste das nicht zu höheren Preisen führen“, wird Müller in der taz zitiert.
Immer noch wenig genug, wenn man bedenkt, dass der Stundenlohn einer Näherin zum Beispiel in Äthiopien (umgerechnet) 18 Cent beträgt, und dass die Lohnkosten einer Jeans gerademal 1% ausmachen.
Wen betrifft’s? Etwa 60 Mio. Textilarbeiterinnen und –arbeiter weltweit, die oft unter ausbeuterischen Bedingungen in der Mode-, Sport- und Arbeitskleidungsindustrie beschäftigt sind – so beschäftigt, dass fast die Hälfte von ihnen arbeitsbedingte Krankheiten haben!
Die Fairen Wochen (13. bis 27. September) machen den Skandal heuer zum Hauptthema. www.faire-woche.de.

H.E.

Wer weiß denn sowas?

Antwort C war richtig: Der Amazonas-Regenwald lebt (auch) von Afrika!

Wenn in der Westsahara Sandstürme losbrechen und einige Tage später die Autowaschanlagen im Süden Deutschlands Hochbetrieb haben, war es wieder einmal soweit – der scharfe Sand wetzt die Felsen und Steine in der Wüste ab, der mineralische Staub wird hochgewirbelt und vom Passat über tausende Kilometer in das Gebiet nördlich der Alpen getragen, also auch zu uns.

Nur zu uns?

Der weit, weit größte Teil gelangt bis nach Lateinamerika und wird vom täglichen Starkregen in den Tropenwald geschwemmt. Und er braucht es dringend, denn die hauchdünne Humusschicht ist nährstoffarm! Die Weißwasserzuflüsse aus den Anden reichen nicht aus, um die riesige Biomasse des Amazonasregenwaldes zu „ernähren“.

Ein Vorgeschmack auf das, was uns am Freitag, den 15. November 2019 hier in Flein erwartet.

Ist der Referent kompetent?

Aber ja, Dr. Rainer Putz, Diplombiologe, ist einer der neun Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, die 1998 in Freiburg das „Institut für angewandten Regenwaldschutz e.V.“ gründeten, wobei die Bereiche Agrartechnologie, Biologie, Informatik und Medizin vertreten waren.

Die damalige Motivation – Mitverantwortung der Industrieländer für die tropischen Regenwälder und deren Bevölkerung – gilt heute im Zeichen des Klimawandels erst recht.

Das Regenwaldinstitut hat sich deshalb die Aufgabe gestellt, mithilfe von Wissenschaft und Forschung einen nachhaltigen Schutz der Regenwälder zu fördern.

Der eingetragene, gemeinnützige Verein betreibt außerdem den „Rgenwaldladen“, der Erzeugnisse aus dem Regenwald anbietet, vor allem Körperpflegeprodukte, so z.B. jetzt ganz neu (wohl nach einigen Anfangsschwierigkeiten) das „Regenwald-Deo“ – ohne Aluminium, Mikroplastik, Nanopartikel, ohne Parfum und Konservierungsstoffe und natürlich ohne Palmöl. Wir werden es testen.

Dies passt ganz in die Erkenntnis des schon in einem früheren Beitrag zitierten Wissenschaftlers Prof. Dr. J. Reichholf: „Die Sauberkeit der Indios im Regenwald hat schon die frühesten Forschungsreisenden beeindruckt!“

H.E.


Auch das ist Indien

Die Frau, der die Missionszeitschrift ‚kontinente‘ eine ganze Seite widmet, ist weder Mutter Theresa noch eine sich im Reichtum ihres Mannes sonnende Maharani oder bewunderte Bollywood-Schönheit – es ist einfach die glückliche Tagelöhnerin Remathi, 38, Mutter zweier fast erwachsener Söhne (von einem Mann ist nicht die Rede, vielleicht ist er gestorben), Besitzerin eines strohgedeckten Häuschens und einiger Hühner.

Sie lebt in einem Dorf im Bundesstaat Orissa, hat nette Nachbarn, sauberes Trinkwasser und einen guten Chef. Sie arbeitet dort, wo ihre Firma sie hinschickt, verdient so viel (oder so wenig) wie die Männer, betet samstags und sonntags zur Göttin Durgha und hofft, später einmal in den Himmel zu kommen.

Ihr größter Wunsch? Nein, kein Sechser im Lotto, sondern dass ihre Söhne – wenn auch ohne Studium – bald heiraten und sich ein eigenes Leben aufbauen können.

Wenn man sieht, wie sich Remathi mit strahlendem Gesicht der Fotografin präsentiert, glaubt man der glücklichen Tagelöhnerin.

Ist sie nur eine von 1,2 Milliarden?

Indien ist ja sonst nicht das Land, aus dem von paradiesischen Zuständen berichtet wird – Armut, Unterentwicklung, Kinderarbeit und Ausbeutung prägen das Bild.

Missionare, viele private Projekte und Partnerschaften des Fairen Handels arbeiten engagiert daran, die Situation für einfache Menschen wie Ramathi zu verbessern.

„Viel Erfolg!“ kann man da nur wünschen.

Sommerzeit – Urlaubszeit!

In der Zeit von Donnerstag, 1. August bis Samstag, 31. August haben wir folgende Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag von  9 Uhr bis 12 Uhr

Montag bis Freitag von  15 Uhr  bis 18 Uhr

H.E.


Kollekte für Kamerun

Die ehemalige (bis 1919) deutsche Kolonie Kamerun in Zentralafrika erlebt seit drei Jahren einen schweren politischen Konflikt, der erst in den letzten Monaten so langsam bekannter wird. Großen Anteil an der Öffentlichkeitsarbeit hat die Basler Mission Deutscher Zweig.

Von dem Bürgerkrieg zwischen der frankophon dominierten Regierung Kameruns und dem anglophonen Landesteil ist auch schwer betroffen das Kloster St. Benoit in Babété bei Mbouda, zu dem der Weltladen seit langem gute Beziehungen pflegt. Das Problem des Klosters, dessen Schwestern sich vor dem Konflikt hauptsächlich Waisenkindern widmen konnten, ist, dass es nun von vor dem Terror beider Bürgerkriegsparteien fliehenden Menschen regelrecht überrannt wird. Diese suchen Schutz, Hilfe, Verpflegung und Unterkunft – und finden das alles auch im Kloster. Die Schwestern sind aber dadurch in großer finanzieller Not – woher das Geld nehmen für die Versorgung so vieler Menschen?

Dieser Notfall hat die Evangelische und die Katholische Kirchengemeinde veranlasst, die Kollekte des ökumenischen Gottesdienstes beim Fleiner Weinfest dem Kloster Babété als Beitrag in diesen schweren Zeiten zur Verfügung zu stellen.

Der Weltladen bedankt sich im Namen der Schwestern herzlich für diese großzügige Geste der Nächstenliebe.

H.E.