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So viele schlechte Nachrichten

aus der „Dritten“ Welt: Hunger, Ausbeutung, Bürgerkriege, Korruption, Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit, Missernten, Überschwemmungen … Gegen diese Trostlosigkeit hilft vielleicht, den Bildkalender von COMUNDO nochmals anzusehen, bevor er im Altpapier verschwindet. COMUNDO, eine Hilfsorganisation in der Schweiz, betreut vor allem Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika und Lateinamerika.

Es gibt noch erheiternde und Mut machende Nachrichten von der südlichen Halbkugel, zum Beispiel das Foto vom Karnevalsumzug in Bogota, wo Posaunen, Saxophone und Trommeln gegen die Schrecknisse des (jetzt vielleicht beendeten) Bürgerkriegs ankämpfen. Ebenfalls aus Kolumbien die drei etwa 6-Jährigen, die mit blitzenden Augen und Zähnen und dem Victoryzeichen in die Kamera lachen. Überhaupt ist COMUNDO in Kolumbien stark vertreten: Im Armutsviertel von Tumaco zu leben, ist bestimmt kein Zuckerschlecken, aber Cindy und Maris Isabel geht es offensichtlich gut im Jugendzentrum, betreut von Ulrike Purrer. Sie lernen sich selbst und anderen zu vertrauen – man sieht es ihnen an, genauso wie den drei kleinen Malerinnen, die mit Pinsel und Acrylfarben ihre Vorstellungen von einer glücklichen Zukunft aufs Papier bringen.

Auch in Bolivien gibt es lachende Kinder, wie das Foto vom Tischfußball zeigt – bunt und fröhlich wie die Landestrachten. Oder ein anderes aus der Hauptstadt, auf dem die große Schwester dem kleinen Bruder zeigt, wie man auf dem Hauptplatz richtig Tauben füttert (im Hintergrund kolonialbarocke Prachtbauten im schönsten Gelb und Weiß).

Auch auf den Philippinen gibt es dank COMUNDO glückliche Kinder, die sich in voller Kleidung (!) im grünklaren des Pazifiks tummeln. COMUNDO unterstützt hier benachteiligte Gemeinschaften bei der Verbesserung ihrer Lebensgrundlagen.

Afrika steht ebenfalls auf der Agenda des Hilfswerks: Zwei Schönheiten im Parterinnenlook posieren selbstbewusst auf dem reich bestückten Wochenmarkt von Kabwe/Sambia, und auf dem Gelände der Vorschule des AIDS-Hospizes ebenfalls in Kabwe herrscht unbeschwertes Treiben mit alten Autoreifen, an dem auch die Betreuerin Regina Hesse ihre helle Freude hat.

Das musste auch mal gesagt werden.

Die BUGA

wirft ihre Schatten voraus – bis hin zu den Weltläden.

Im sog. „Weltgarten“ (das trifft sich doch gut) werden neben den Umweltverbänden auch einige Weltläden mit Informationen präsent sein, erhofft man sich doch mit (erwarteten) 2 Millionen Besuchern deutlich mehr Interessierte, als Flein, Heilbronn, Weinsberg, Neckarsulm und Wimpfen (das sind die teilnehmenden Weltläden) zusammen Einwohner haben.

Da muss man wohl auf viele Fragen gefasst sein.

H.E.


„Charta“

ist ein anspruchsvoller Begriff: Man kennt die Charta der Vereinten Nationen, die englische Magna Charta von 1215, die Atlantik-Charta von 1974 oder auch das „Charta“ genannte Manifest der CSR-Bürger beim Kampf um Menschenrechte.

Seit 25. September 2018 hat auch der Internationale Faire Handel eine Charta. Sie erklärt, wie „die Globale Bewegung des Fairen Handels an einer Veränderung des Handels arbeitet, um Fairness, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit für Mensch und Umwelt zu erreichen“.

Die Charta hat sich 3 Ziele gesetzt

1.     Sie unterstützt die Organisationen des Fairen Handels dabei, das Bewusstsein der Verbraucher*innen und Bürger*innen für die Bedeutung und die Wirkungen des Fairen Handels zu stärken, so dass mehr Menschen zur Mitwirkung und Unterstützung motiviert werden.

2.     Sie fördert die Zusammenarbeit unter Fair-Handels-Organisatoren, indem sie ihre jeweiligen Missionen und Strategien mit der gemeinsamen Philosophie der Bewegung verbindet. Zudem fördert sie die Zusammenarbeit mit der Solidarwirtschaft, die Biobewegung und anderen Bewegungen mit ähnlichen Zielen wie denen des Fairen Handels.

3.     Sie hilft anderen Menschen (in Regierungen, der Wissenschaft oder im Privatsektor), die mit Fair-Handels-Organisationen zusammenarbeiten, die Werte und Ansätze anzuerkennen, die die weltweite Bewegung einen.

Die komplette Fassung in dem bebilderten 30-seitigen Heft „Die Internationale Charta des Fairen Handels“ ist zu bestellen bei Transfair e.V., Remigiusstr. 21, 50937 Köln-Sülz (www.fairtrade-deutschland.de; info@fairtrade-deutschland.de) oder bei Forum Fairer Handel e.V., Chausseestr. 128, 10115 Berlin (www.forum-fairer-handel.de; info@forum-fairer-handel.de).

In Deutschland wird die Charta von 29 renommierten Organisationen unterstützt, darunter Brot für die Welt, Misereor, Welthungerhilfe, Friedrich-Ebert-Stiftung, Die Sternsinger – um nur die bekanntesten zu nennen.

Mehr unter www.fair-trade.website

H.E.

Der Regenwald

so belehrt uns das Lexikon, sei „ein immergrüner Naturwald ganzjährig feuchter Gebiete, der in tropischen, subtropischen und sogar gemäßigten Regionen wie z.B. in Süd-Chile und Südwest-Kanada vorkommt“.

Wer hat Angst vorm Regenwald?

Lauern da nicht Tiger und Jaguare, giftige Schlangen und Spinnen, Myriaden von Blutsaugern, versteckte Wasserlöcher, alles erwürgende Schlingpflanzen und die Curarepfeile der Ureinwohner?

Nun, man muss ja nicht gerade dort Urlaub machen. In die Tiefen des Regenwaldes einzudringen bleibt Forschern, Abenteurern, Menschenrechtlern, Missionaren und – großen Konzernen vorbehalten. Das Geschäft mit dem Tropenholz lockt, und wo lassen sich einfacher und schneller riesige Flächen niederbrennen, um Platz zu schaffen für Soja, Palmölplantagen oder Rinderweiden – legal oder illegal.

Ein Großteil des Regenwaldes in Brasilien, Zentralafrika und Südostasien ist bereits gerodet, Klima hin oder her.

Der Regenwald wird uns in diesem Jahr noch öfter beschäftigen.

H.E.